anette herbst, ah-effekte

Willkommen auf ah-effekte, der persönlichen Homepage von Anette Herbst und der Schnürliprinzessin!

Von einem, der sich Nino nannte
oder
Vom Fehlen

erdichtet im September 2006, ah

Unzähl’ge Pflaster auf der Seele
eines quer über dem Mund
Ich steh‘ mit beiden Füssen tief in dem Morast
Mein Herz hängt kurz an einer Leine
wie ein ungeliebter Hund
Ich bin so müd‘
und find doch nirgends eine Rast.

Man tritt mir gegen jene Scheibe
die mein Knie doch schützen sollt
In meinem Kopf herrscht ständig Krieg
Ich fühl wie manche Kugel rollt
und bin so steif gefror’n so furchtvoll unbeweglich
Das Blut in mir so dunkelrot
rauscht unerträglich.

Streckt man mir eine Hand entgegen
duck ich mich, weil ich glaub sie schlägt
Durchweicht wie Treibholz treib ich hin
stets hoffend, dass mich Wasser trägt.

Mir fehlt zum Schwenken selbst die Fahne
Mir fehlt zum Ufer jede Spur
Mir fehlt zum Lieben ein Zuhause
Mir fehlt zur Ehrlichkeit der Schwur
Mir fehlen Hemd und Strümpf‘ und Schuh
Mir fehlt zur Ganzheit stets das Du
Ich fehl mir selbst schon viel zu lange
geh ständig fehl und mir ist bange
weil niemand sagt, was man mit so viel Fehlen macht
hab ich mich heute um mein Dasein selbst gebracht.


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