anette herbst, ah-effekte

Willkommen auf ah-effekte, der persönlichen Homepage von Anette Herbst und der Schnürliprinzessin!

Nachtklage

erdichtet um Mitternacht im Januar 2005, ah

Keine Zeile ist geschrieben
Ach, ich bleib ein armer Tor
Bin die Jahre träg geblieben
und hatt‘ doch so vieles vor.

Draussen blüh’n schon bald die Bäume
und ich sumpfe vor mich hin
Mit der Zeit schwinden die Träume
Und ich frag‘ mich, ob ich bin.

Frag‘ mich, ob ich wirklich lebe
Hab‘ so keinerlei Gespür
Und das, was ich von mir gebe
Ist nur ein Beweis dafür.

Ja, das Leben tickt sehr schnelle
Ich bin mir dessen bewusst
Komme nicht recht von der Stelle
Und das schmerzt in meiner Brust.

Ach, ich würd‘ mich gern verschenken
An den Wind und an die Nacht
Denn ich glaub‘, dass dann mein Denken
Endlich einmal Pause macht.

Weh, oh Wind, zerzaus‘ die Seele
Brich, oh Nacht, über mir ein
Ich giess Schnaps in meine Kehle
Möcht‘ am liebsten nicht mehr sein.

Würd‘ der Tod mich heute holen
Dieser klapprige Gesell
Ich zög Schuhe an die Sohlen
Und ging mit ihm – auf der Stell‘.


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